Die vier Sölring Museen

Altfriesisches Haus in Keitum

Lassen Sie sich verzaubern und tauchen Sie in das Sylter Inselleben längst vergangener Zeiten ein. Ein Besuch im Altfriesischen Haus ist einmalig - nirgendwo auf der Insel erhalten Sie solch eindrucksvolle Einblicke in die Wohnkultur einer Kapitänsfamilie des 18. & 19. Jahrhunderts. Lernen Sie Alkoven und Piisel kennen. Wo man „einen Zahn zulegen“ musste, erfahren Sie ganz nebenbei am offenen Herd in der Kööken.
Vieles gibt es zu entdecken. Die Fliesen an den Wänden waren die Mitbringsel der Seeleute. Die Speisekammer gibt Aufschluss über das karge Leben auf der Insel. Strom gab es natürlich nicht, so herrschte oftmals schummriges Licht in den kleinen Räumen und beheizt wurde nur ein Raum.

Im 19. Jahrhundert war das Haus Wohnsitz des Sylter Chronisten C.P. Hansen. Der Lehrer und Chronist, Organist, Sammler und Zeichner gründete mit seiner Sammlung das erste Museum auf der Insel Sylt. Eindrücke über dieses Wirken erhalten sie in zwei separaten Räumen anhand originaler Schriften, Bilder und Teile der originalen Sammlung Hansens.

 

 

 

 

Sylter Heimatmuseum in Keitum

Erleben Sie die Kunst- und Kulturgeschichte der Insel Sylt hautnah. Im historischen Kapitänshaus direkt am Keitumer Kliff führt ein Rundgang durch die von der Seefahrt geprägte Inselgeschichte. Im 17. & 18. Jahrhunderten brachen viele Sylter zum Walfang auf. Dies führte auf der Insel zu einem bis dahin unbekannten Wohlstand.
Im Sylter Heimatmuseum zeigen wir Ihnen, welche Hilfsmittel zum Navigieren benötigt wurden, wie sich der Walfang gestaltete und was sie sonst noch rund um die Seefahrt an spannenden überlieferten Exponaten und Wissen erwartet. Damit aber nicht genug. Sie erhalten Einblicke in das Leben längst vergangener Zeiten auf der Insel. Sylter Trachten und der dazugehörige filigrane Friesenschmuck aber auch Handwerkstechniken rund um die Verarbeitung von Wolle können Sie ausführlich begutachten. Selbstverständlich stellen wir Ihnen auch einige Sylter Persönlichkeiten vor: der politische Vordenker Uwe Jens Lornsen, die Dichter Johann Erichsen und Emil Mungaard aber auch die polarisierende Valeska Gert, die bis in die 1970er Jahre in Kampen den legendären „Ziegenstall“ betrieb.
Bei ihrem Besuch stoßen Sie immer wieder auf Kunst! Künstler und Intellektuelle eroberten ab ca. 1850 die Insel. Diese waren sowohl von der Schönheit und Besonderheit der Insel als auch von der Alltagswelt der Friesen fasziniert und verarbeiteten diese Eindrücke in ihren Werken.

 

Denghoog Wenningstedt

Fast unscheinbar, umgeben von der Norddörfer Friesenkapelle und Häusern liegt eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Insel Sylt. Der Denghoog in Wenningstedt ist eines der schönsten Großsteingräber in Schleswig-Holstein aus der jüngeren Steinzeit (4100-1700 v. Chr.) Es gehört zu den beispielhaftesten seiner Art in Nordeuropa. Die Entstehungsgeschichte als auch die Funktion geben Auskunft über die soziale Entwicklung, Rituale, Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften.
Das ca. sechs Meter lange nordische Ganggrab führt in die fünf mal drei Meter große Grabkammer. Zwölf große Tragsteine bilden die Seitenwände. Nach oben schließen drei mächtige Decksteine den Innenraum ab. Jeder der Decksteine wiegt ungefähr 20 Tonnen. Der Denghoog erhebt sich ca. 3,50 Meter über seine Umgebung und misst am Fuß im Durchmesser etwa 32 Meter.

Bei der Ausgrabung 1868 war die Grabkammer noch vollkommen unberührt. Seit 1982 ist der vormals verstürzte Gang für Besucher wieder zugänglich. Alternativ kann ein bequemer Einstieg von oben durch eine Öffnung zwischen zwei Findlingen erfolgen.

Vogelkoje Kampen

Perfekt für Familien mit Kindern! Hier im ältesten Wald der Insel, der 1767 mit einem Süßwasserteich direkt am Rande des salzigen Wattenmeeres angelegt wurde und seit 1935 sich als Naturschutzgebiet frei entfalten darf, gibt es viel zu entdecken. Zahlreiche Infotafeln am Wegesrand machen auf Highlights aus Natur und Kultur aufmerksam. Vogelkojen dienten in den letzten zwei Jahrhunderten dem Wildentenfang, der eine wichtige Nahrungs- und Erwerbsquelle für die Bevölkerung darstellte.
Interaktiv und mit kleinen Ratespielen können Sie Ihren Spaziergang durch den verwunschenen Erlenbruchwald genießen oder auf der Plattform am Deich verweilen und den Blick auf das Wattenmeer genießen. Die originalgetreu hergerichtete Fangpfeife zeigt, wie sich der Entenfang abspielte.
In den zwei Kojenhäusern finden sie die neu konzipierten Ausstellungen, die Teils spielerisch alles über den Alltag und die Besonderheit dieser Fanganlage erläutern. So lässt sich der mühsame Alltag der damaligen Kojenwärter eindrucksvoll nachempfinden sowie viele eindrucksvolle Phänomene der Natur erfahren.